Demo gegen Trump und Musk in Washington

Proteste in den USA und Europa Zahlreiche Demos gegen Trump und Musk

Stand: 05.04.2025 22:35 Uhr

Zölle, Verwaltung, Migration - gegen die Linie des Präsidenten und seines Beraters Musk wird in allen 50 US-Bundesstaaten Protest laut. Wie groß die Demos werden, ist offen. Auch in Europa gingen Menschen auf die Straße.

In den USA haben Tausende Menschen gegen die Politik von Präsident Donald Trump demonstriert. Ihre Kritik richtet sich sowohl gegen die Kürzungen in Verwaltung und Bildungswesen als auch gegen die zusätzlichen Zölle sowie Trumps Vorgehen gegen Migranten. Grundsätzlich wird dem Republikaner vorgeworfen, Demokratie und Rechtsstaat auszuhöhlen.

Stephan Bierling, Politikwissenschaftler Uni Regensburg, mit Einschätzungen zur Politik von US-Präsident Trump

tagesschau24, 05.04.2025 18:00 Uhr

In der Hauptstadt Washington zogen die Demonstranten unter dem Motto "Finger weg!" zur nahe des Weißen Hauses gelegenen Parkanlage National Mall, um ihren Unmut über den Republikaner sowie seines Beraters Elon Musk kundzutun. Die Menschen hielten Schilder mit Aufschriften wie "Nicht mein Präsident!", "Hört auf, Amerika zu zerstören" und "Schande über Trump". Die Organisatoren der Kundgebung hatten 20.000 Demonstranten erwartet, am Nachmittag meldeten sie laut der Nachrichtenagentur AFP bereits eine deutlich höhere Teilnehmerzahl.

Bis zum Nachmittag waren etwa auch Bilder aus Lansing (Michigan), New York City, Houston (Texas) und Palm Beach Gardens (Florida) zu sehen. Zudem gab es in europäischen Hauptstädten wie Berlin, Rom und Paris Demonstrationen gegen Trump und Musk, der für den Präsidenten die Kürzungen im Staatsapparat vorantreibt. In der britischen Hauptstadt London gingen Hunderte Menschen auf die Straße - darunter etliche US-Amerikaner, die in Großbritannien leben.

Weniger Teilnehmer erwartet als 2017

Zunächst gab es angesichts der Vielzahl der Veranstaltungen keine verlässlichen Angaben zu den Teilnehmern insgesamt. Rund 1.200 größere und kleinere Demonstrationen waren für die 50 Bundesstaaten geplant - zudem Aktionen in Kanada und Mexiko. Zu den Organisationen, die an den Demonstrationen teilnehmen wollten, gehören Gewerkschaften, die Human Rights Campaign - die größte Interessensvertretung für LGBTQ in den USA - und die Umweltorganisation Greenpeace.

Erwartet wurden die größten Proteste gegen Trump seit dessen Amtsantritt am 20. Januar. Allerdings wurde mit weitaus weniger Teilnehmern gerechnet als nach Trumps erstem Amtsantritt 2017, als allein an einer Großkundgebung in Washington mit dem Namen Women's March geschätzt eine halbe Million Menschen erschien.

In Berlin richtete sich eine Veranstaltung konkret gegen Musk. Hunderte Menschen kamen vor einem Tesla-Ausstellungsraum gegen den US-Milliardär zusammen. Die Polizei sprach von etwa 250 Teilnehmern, die Veranstalter von Hunderten. Zu der Kundgebung in Berlin hatten unter anderem Campact, Fridays for Future und das Bündnis "Tesla den Hahn abdrehen" aufgerufen. Zudem organisierten die "Democrats Abroad" eine Veranstaltung vor der US-Botschaft in Berlin.

Sebastian Hesse, ARD Washington, tagesschau, 05.04.2025 23:19 Uhr

Dieses Thema im Programm: Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 05. April 2025 um 20:00 Uhr.