Menschen schauen am Strand von Bronte, Sydney, auf Wellen

Naturgewalt in Sydney Häuser und Strände von hohen Wellen überschwemmt

Stand: 02.04.2025 11:24 Uhr

Wellen von mehr als fünf Meter Höhe haben in der australischen Metropole Sydney Häuser überschwemmt und Straßen überflutet. Mehrere Strände wurden gesperrt. Experten vermuten dahinter Auswirkungen des Zyklons "Alfred".

Riesige Wellen gepaart mit einer gewaltigen Springflut haben in Teilen der australischen Metropole Sydney Schäden verursacht.

Wegen der ungewöhnlich starken Brandung mussten nach Angaben des Sprechers des Katastrophenschutzes von New South Wales, Andrew Edmunds, in der Nacht zum Mittwoch mehrere Häuser in der Botany Bay im Süden Sydneys evakuiert werden. In anderen Vororten von Sydney wurden Häuser überschwemmt und Straßen überflutet.

"Das war das Schlimmste, was ich bisher erlebt habe", sagte eine Anwohnerin dem Fernsehsender ABC. Die Wellen seien hüfthoch auf ihr Grundstück geströmt. "So hohe Wellen habe ich noch nie gesehen."

Ein Mann schau am Bondi Beach auf die Wellen

Wie hier am Bondi Beach erreichten die Wellen auch Gebäude.

Fünfeinhalb Meter hohe Wellen

Betroffen war auch der weltberühmte Bondi Beach, wo die Naturgewalten in der Nacht (Ortszeit) Glastüren in einem Surfklub zum Bersten brachten, wie ABC unter Berufung auf Einsatzkräfte und Augenzeugen berichtete.

Die Wellen an dem Strand erreichten demnach eine Höhe von fünfeinhalb Metern. Auch der für seine vielen Surfspots bekannte Cronulla Beach im Süden der Großstadt ist schwer betroffen, hier wurde unter anderem die Strandpromenade und Stromleitungen beschädigt. Mehrere Strände wurden vorsichtshalber geschlossen.

Auswirkungen des Zyklons "Alfred"?

Ein Sprecher der örtlichen Notdienste berichtete, mehrere Gebäude hätten evakuiert werden müssen. Manche Experten glauben, dass das Naturphänomen noch mit dem Zyklon "Alfred" in Zusammenhang steht, der im März Überschwemmungen und Stromausfälle an der Ostküste verursacht hatte.

Stephan Soule, Spezialist für Küstenerosion des nationalen Meeresforschungsinstituts, sagte der ABC, es werde einige Zeit brauchen, die Schäden zu reparieren.

Dieses Thema im Programm: Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 02. April 2025 um 06:09 Uhr.