Vermummte Person bricht Tür auf (nachgestellte Szene)

Kriminalität Alle sechs Minuten ein Einbruch

Stand: 04.04.2025 13:08 Uhr

Die Zahl der gemeldeten Einbrüche ist im vergangen Jahr mit rund 90.000 fast konstant geblieben. Laut Statistik der Versicherungen stieg allerdings die Schadenssumme. Bei Einbrechern beliebt seien vor allem Smartphones, Kameras und Computer.

In Deutschland findet statistisch gesehen alle sechs Minuten ein Einbruch statt. Das geht aus aktuellen Daten des Gesamtverbands der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hervor. Rund 90.000 gemeldete Einbrüche zählten die Versicherer im vergangenen Jahr, was in etwa dem Vorjahresniveau entspricht.

Die durchschnittliche Schadenssumme pro Einbruch stieg 2024 demnach von 3.600 auf 3.800 Euro. "Die Täter nehmen mit, was sich leicht verkaufen lässt - vor allem Smartphones, Kameras und Computer", sagte die stellvertretende GDV-Hauptgeschäftsführerin Anja Käfer-Rohrbach.

Die Summe der geleisteten Entschädigungszahlungen stieg im vergangenen Jahr um 20 Millionen Euro auf nunmehr 350 Millionen Euro. Das entspricht einem Plus von rund sechs Prozent.

Halb so viele Einbrüche wie 2015

Während der Coronapandemie war die Zahl der Wohnungseinbrüche stark zurückgegangen. Im Jahr 2020 zählten die Versicherer 85.000 versicherte Einbrüche, 2021 noch 70.000. Danach stieg die Zahl der Einbrüche drei Jahre in Folge und scheint sich nun zu stabilisieren. Im Vergleich zu 2015 mit mehr als 180.000 Fällen halbierte sich die Zahl der versicherten Einbrüche allerdings.

Der GDV empfiehlt allgemein, Fenster und Türen mit einbruchhemmenden Sicherungen wie etwa Querriegelschlössern auszustatten. Ergänzend dazu könnten Alarmanlagen die Sicherheit weiter erhöhen. Außerdem rät der Verband dazu, die Sichtbarkeit der Immobilie zu erhöhen. So verringerten etwa Außenbeleuchtung mit Bewegungsmeldern die Attraktivität von Grundstücken für Einbrecher. Auch betont man die Wichtigkeit von aufmerksame Nachbarn.

Sollte es dennoch mal zu einem Einbruch kommen, sei es hilfreich, wenn Wertsachen zuvor dokumentiert worden sind. Fotos und Rechnungen erleichterten die Wiederbeschaffung und Schadensregulierung.