Edward Berger hält eine BAFTA-Auszeichnung in den Händen.

Britische Filmpreise "Konklave" gewinnt vier BAFTAs

Stand: 17.02.2025 02:17 Uhr

Zwei Wochen vor der Oscar-Vergabe sind die britischen BAFTAs oft ein Fingerzeig für die Filmindustrie. Mit vier Preisen gehörte "Konklave" von Regisseur Berger zusammen mit "Der Brutalist" zu den Gewinnern des Abends. Auch ein Deutscher durfte jubeln.

Der Film "Konklave" ist bei den britischen Filmpreisen BAFTAs mit vier Ehrungen ausgezeichnet worden. Das Drama um eine Intrige während der Papstwahl gewann unter anderem den Preis für den besten Film. Auch in den Kategorien bestes adaptiertes Drehbuch und bester Schnitt setzte sich das Werk von Regisseur Edward Berger durch. Der in Deutschland geborene Berger kann sich nach 2023 ("Im Westen nichts Neues") erneut Hoffnung auf einen Oscar machen.

Der britische Schauspieler Ralph Fiennes, der für seine Rolle als Kardinal in "Konklave" auf den ersten BAFTA für die beste Schauspielleistung seiner langen Karriere gehofft hatte, wurde enttäuscht. 

Brody statt Fiennes

Ebenfalls vier Preise bekam das Drama "Der Brutalist" - unter anderem den Regie-Preis. Auch Hauptdarsteller Adrien Brody wurde als bester Schauspieler geehrt. Den Preis als beste Hauptdarstellerin erhielt Mikey Madison für ihre Rolle als Stripperin in "Anora". Die 25-Jährige sagte, sie widme die Auszeichnung "der Gemeinschaft der Sexarbeiterinnen: Ich sehe Euch, ihr verdient Respekt und Menschenwürde".

Der Musical-Thriller "Emilia Pérez" musste sich dagegen mit zwei BAFTAs begnügen. Noch bis vor wenigen Wochen galt der Film des französischen Regisseurs Jacques Audiard als Favorit für den britischen Filmpreis. Doch dann kamen wegen früherer Online-Äußerungen Rassismus-Vorwürfe gegen Hauptdarstellerin Karla Sofía Gascón auf. Experten zufolge werden auch die Oscar-Chancen des für den US-Streamingdienst Netflix produzierten Films durch die Affäre um seine Hauptdarstellerin deutlich geschmälert.

Die Oscars werden am 2. März in einer großen Gala in Los Angeles verliehen.

Auszeichnung für Spezialeffekte an Deutschen

Auch ein Deutscher war unter den BAFTA-Preisträgern: Der zweifache Oscar-Gewinner Gerd Nefzer gewann mit seinem Team für "Dune: Part Two" eine Trophäe für die Besten Visuellen Spezialeffekte. Ein Déjà-vu-Moment, denn den Preis hatten Nefzer und Co. auch schon für "Dune: Part One" erhalten.

Die BAFTA-Verleihung gilt als wichtigster Abend für die britische Filmindustrie. Zahlreiche internationale Stars, darunter Timothée Chalamet, Demi Moore, Jeff Goldblum und Pamela Anderson, zeigten sich auf dem Roten Teppich. Die glamouröse Gala wurde in der Royal Festival Hall in London von Schauspieler David Tennant moderiert.

Dieses Thema im Programm: Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 17. Februar 2025 um 09:00 Uhr.