Die Warnowfähre "Warnowstromer" in Rostock, am Anleger Kabutzenhof.

Mecklenburg-Vorpommern Elektrofähre erprobt autonomes Fahren auf der Warnow

Stand: 02.04.2025 08:05 Uhr

Die Rostocker Elektrofähre soll im Rahmen eines Forschungsprojekts mit Mess- und Rechnertechnik ausgestattet werden und so das autonome Fahren auf dem Wasser erproben.

Die Rostocker Straßenbahn AG (RSAG) hat gemeinsam mit dem Institut für Automatisierungstechnik der Universität Rostock Fördermittel des Bundes für ein Forschungsprojekt zur Automatisierung im Wasserverkehr eingeworben. Im Mittelpunkt steht die Elektrofähre "Warnowstromer", die zwischen Gehlsdorf und Kabutzenhof im Ein-Mann-Fahrbetrieb unterwegs ist. Nach einer erfolgreichen Vorbereitungsphase startet das Projekt "Warnowstromer AI" am 1. April 2025 offiziell und läuft bis zum 31. Dezember 2027.

Erprobung automatischer Assistenzsysteme

Das Forschungsprojekt wird mit rund 1,3 Millionen Euro von der Bundesanstalt für Verwaltungsdienstleistungen gefördert. Bei dem Projekt gehe es um die Erprobung automatischer Assistenzsysteme auf dem Wasser. Deshalb werde auf der E-Fähre Mess- und Rechnertechnik eingebaut. Die zahlreichen Sensoren erfassen unter anderem das An- und Ablegeverhalten der Schiffsführer, Witterungsbedingungen sowie die Hindernisse auf dem Wasser. Dank dieser Daten können die Software optimiert und die Sicherheit künftiger Assistenzsysteme verbessert werden, teilt die Stadtverwaltung mit. Seit Indienststellung fällt die E-Fähre immer wieder wegen technischer Probleme aus.

Dieses Thema im Programm:
NDR 1 Radio MV | Regionalnachrichten aus Rostock | 02.04.2025 | 09:35 Uhr